Die besten Gartentipps des

Kleingärtnerverein Ischeland e.V.

Der Garten im Oktober 2017

Tipp: Größere Solitärgräser wie das Pampasgras (Cortaderia) werden vor dem Winter im oberen Bereich locker zusammengebunden. Die Pflanzen erhalten gleichzeitig etwas Kompost, der Wurzel- und Herzbereich wird mit einer dicken Laubschicht vor strengen Frösten geschützt. So kommen die etwas empfindlichen Strukturstauden gut über den Winter.


Kohlrabi ernten
Der für den Winterverbrauch vorgesehene Spätkohlrabi sollte vor den ersten stärkeren Frösten geerntet werden. Dabei wird alles Laub bis auf die jüngsten Herzblätter entfernt. Die Strünke werden kurz unter der Knolle abgeschnitten. So vorbereitet, kann der Kohlrabi in einer Erdmiete im Garten für den Winterverbrauch gelagert werden. Da Erdmieten etwas aufwändig herzurichten sind, und vor allem vor Mäusen geschützt werden müssen, bietet sich auch die Lagerung in einem kühlen Keller an. Dort wird der geerntete Kohlrabi in feuchten Sand oder in feuchte Erde eingeschlagen. Wichtig hierbei: Die Strünke bleiben samt Wurzeln an der Knolle. Das Einschlagsubstrat darf nicht austrocknen und sollte deshalb öfter auf seinen Feuchtigkeitsgehalt geprüft werden.


Quitten ernten
Mitte Oktober reifen die Quitten. Wenn der Fruchtfall einsetzt oder die gelbe Schale der Früchte aufhellt, kann geerntet werden. Erfolgt die Ernte zu spät oder werden die Früchte zu lange gelagert, erhöht sich die Gefahr der Fleischbräune, verbunden mit starkem Aromaverlust. Die Fleischbräune ist eine Stoffwechselstörung der Quitte ähnlich der Stippe beim Apfel. Birnenquitten reifen in der Regel früher als Apfelquitten. Fallobst und beschädigte Früchte sind sofort zu verbrauchen, da sie trotz ihrer Härte schnell faulen. Alle gesunden Früchte sollten vor dem Verbrauch noch 2 bis 3 Wochen lagern, das erleichtert ihre Weiterverarbeitung und erhöht das Fruchtaroma.


Strauchobst pflanzen
Der Oktober ist Hauptpflanzzeit für Strauchbeerenobst. Beerenobst gehört in jeden Garten. Seine Vorteile sind geringer Platzbedarf, schneller Ertragsbeginn, hohe Ertragssicherheit sowie eine breite Sortenwahl. Stachel- und Johannisbeeren sind bei relativ geringen Pflegeansprüchen am ertragreichsten. Weiße Johannisbeeren sind gegenüber ihren strenger schmeckenden roten und schwarzen Verwandten süßer und daher als Naschfrüchte bei Kindern beliebt. Strauchbeerenobst wird oft als Stämmchen gezogen angeboten. Stämmchen erleichtert Ernte und Pflege, bringen aber einen geringeren Ertrag als die Strauchkultur. Besonders für Stachelbeeren sind Stämmchen zu empfehlen. Schwarze Johannisbeeren eignen sich weniger gut. Ihr starker Wuchs verursacht kopflastige, instabile Kronen. Häufige Astbrüche beschleunigen ein vorzeitiges Absterben.


Rosen pflanzen
Rosen, die bereits im Oktober gepflanzt werden, treiben früher aus. Sie bilden bereits neue Wurzeln, bevor der Boden durchfriert. Dadurch treiben sie im Frühjahr stärker aus als im März oder April gepflanzte und blühen auch circa zehn Tage früher. Der Boden sollte zur Pflanzung gut vorbereitet werden, da Rosen lange am Standort bleiben. Günstig ist eine zwei Spaten tiefe Lockerung und gute Humusversorgung durch kräftige Beigabe guten Komposts oder verrotteten Stalldungs. Vor dem Pflanzen werden die Wurzeln etwas eingekürzt und die oberirdischen Teile stark zurückgeschnitten. An jedem Trieb bleiben 3 bis 5 Augen stehen. Bei Kletterrosen werden die Triebe auf 8 bis 10 Augen zurückgeschnitten. Der Pflanzabstand für Buschrosen sollte etwa 30 bis 40 cm betragen. Regemäßiges kräftiges Wässern fördert die Bildung vieler Faserwurzeln noch im Herbst, was einem kräftigen Austrieb im Frühjahr bewirkt. Anhäufeln und lockeres Abdecken mit Nadel-Reisig sind geeignete Maßnahmen gegen Frostschäden.

 


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